HSG verliert gegen Ladbergen: Unterirdischer Handball
Geschrieben von VON ERHARD KURLEMANN   
Sonntag, 07. Februar 2010
 Drensteinfurt - Mit 25:28 (13:12) hat die HSG Ascheberg/Drensteinfurt am Samstag ihr Meisterschaftsspiel gegen den Tabellenvorletzten TSV Ladbergen 2 verloren. Coach Reinhard Zimmer fehlten auch gestern noch die Worte, um diese Niederlage zu verstehen. „Wer die ersten und die letzten zehn Minuten unterirdischen Handball spielt, muss sich über das Ergebnis nicht wundern.“ Die HSG kam am Samstag einfach nicht ins Spiel. „Ein bisschen Einstellung, ein bisschen leichte Schulter“, war Zimmer richtig sauer. 3:6 lag seine Mannschaft nach acht Minuten zurück. Der Trainer stellte dann die Abwehr um. Von 5:8 zog die HSG auf 11:8 davon; je drei Mal trafen Alxander Kramm und Christian Welzel nach Tempogegenstößen. „Wir hatten das Spiel im Griff.“ Anstatt Tempo und Dynamik beizubehalten, schaltete die HSG ohne Anweisung des Trainers einen Gang zurück. Ladbergen glich zum 12:12 aus. Ein erfolgreicher Siebenmeter von Florian Schulte sicherte dann die Pausenführung.  In der Kabine fand Zimmer wohl die richtigen Worte. Nach 38 Minuten stand es 18:14 und die HSG sah wie der sichere Sieger aus. Es folgte der nächste Einbruch: Vorne wurden Bälle vertändelt, in der Abwehr nicht mehr zugepackt. Nach 45 Minuten stand es 20:20; „und das gegen eine schwache Gäste-Mannschaft, die nach einer Roten Karte keine Auswechselspieler mehr hatte“, haderte Zimmer mit seinen Akteuren. Zudem wurden vier Siebenmeter vergeben.

Noch einmal ergriff die HSG die Initiative. Die 24:23-Führung nach 52 Minuten deutete zumindest auf einen Sieg über den Kampf hin. Aber „sang- und klanglos und ohne Gegenwehr ist meine Mannschaft in die Niederlage gegangen“, bilanzierte ein enttäuschter Coach, der ankündigte, sich einige Spieler auf Grund ihrer Leistung „vorzuknöpfen“.

Eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung kurz vor der Halbzeit sei vielleicht spielentscheidend gewesen, als ein Foul des gegnerischen Torwarts bei einem HSG-Schnellangriff kurz hinter der Mittellinie nicht mit der roten Karte geahndet worden sei. „Aber dies kann nicht als Entschuldigung für unsere Leistung herangezogen werden.“

HSG: Marvin und Marc Broek - Welzel (6); Kramm (5/2); Schulte (4/1); Nübel (3); Hattrup (3); Köppen (2/1); R. Willige (1): Grüber (1), Albersmeyer, Wehmöller