08.05.2016

Spannung und Drama pur während Relegationsspiel um den Aufstieg

Ascheberg. Es kommt manchmal anders als man denkt. Aber so spannend und dramatisch verlaufend hätte sich keiner der Anwesenden bei den diesjährigen Relegationsspielen um die Teilnahme in der Kreisliga der Tischtennis Herren den Verlauf vorab vorgestellt.

Und dabei fing aus Sicht der Ascheberger Herren das erste Spiel gegen TTC Südkirchen recht vielversprechend an. Alle drei Doppel wurden zugunsten Aschebergs entschieden. Die Führung wurde mit Hilfe weiterer Einzelsiege von Oliver Stattmann, André Schneider und Artur Gergert weiter ausgebaut. Markus Rehr und Dirk Holtkötter mussten ihre Einzel in jeweils fünf hart umkämpften Einzeln trotz großem Kampfwillen am Ende knapp abgeben. Nach dem ersten Durchgang der Einzel ging Ascheberg – André Ellertmann musste sich in 3 Sätzen geschlagen geben – vielversprechend mit 6:3 in Führung. Der Sieg schien nicht mehr weit entfernt zu liegen, zumal Ellertmann in seinem zweiten Einzel überzeugte, in 4 Sätzen gewann und den Aschebergern den siebten Punkt einbrachte. Doch dann nahm das Drama seinen Lauf. Stattmann verlor sein Einzel gegen die Nummer 1 von Südkirchen bevor Schneider verletzungsbedingt sein Einzel und das Entscheidungsdoppel vorzeitig aufgeben und ins Krankenhaus musste. Dadurch, dass leider Markus Rehr sein zweites Einzel ebenfalls verlor, schloss Südkirchen zum Gleichstand 7:7 (inkl.  kampfloses Entscheidungsdoppel) auf. Arthur Gergert behielt in dieser spannenden Endphase die Ruhe und siegte durch Nervenstärke in 5 Sätzen knapp und verhalf zu einer Führung 8:6 gegenüber Südkirchen. Nun ging Dirk Holtkötter an den Tisch und konnte dem Gegner Hörstrup von Südkirchen zwischenzeitlich sogar die höchstmögliche Satzniederlage von 11:0 beibringen. Das Einzel ging abermals über die komplette Distanz von 5 Sätzen. Trotz Matchball zugunsten Holtkötter ging das Spiel letztendlich sehr unglücklich an Südkirchen und führte damit zu einem Endstand von 8:8. Dramatischer und spannender hätte ein Punktspiel für Beteiligte und Zuschauer nicht sein können.

Die Relegation sah anschließend die Begegnung Südkirchen gegen Ahlen vor, die recht deutlich zugunsten von Ahlen mit 9:5 entschieden wurde. Während dieses Spiels konnte sich die Herrenmannschaft von Ascheberg keinesfalls ausruhen. Man musste sich für den verletzt ausgefallenen Schneider schnellstmöglich um Ersatzgestellung kümmern, um wieder die Mannschaft gegen das noch ausstehende Spiel am selben Abend gegen Ahlen zu komplettieren. Stefan Hoehne aus der zweiten Herrenmannschaft erklärte sich spontan bereit und stand schließlich um 21.15 Uhr zum Beginn des Showdowns ‚Ascheberg gegen Ahlen‘ mit an der Platte.

Allen war bewusst, dass man nur mit einem Sieg über Ahlen eine Eintrittskarte für die Kreisliga lösen konnte. Ersatzgeschwächt, aber dafür mit großem Mannschaftswillen ging Ascheberg nach den Doppeln und den ersten Einzeln hoffnungsvoll mit 4:2 in Führung. Es folgten allerdings vier Einzel, die in jeweils fünf Sätzen sehr knapp verloren wurden, die die Ahlener zusätzlich Motivation verschafften. Schließlich gingen alle weiteren Einzel an Ahlen, sodass der Endstand 9:4 für Ahlen lautete.

Aufgrund des schlechteren Spielverhältnisses schloss Ascheberg erschöpft die Relegation am Sonntagmorgen um 00.15 Uhr als Drittplatzierter ab und hat damit recht geringe Chancen, während der kommenden Saison in der Kreisliga zu spielen.

Auch wenn es dieses Jahr nicht mit dem Aufstieg funktionieren sollte, wird die Mannschaft dennoch positiv der kommenden Saison gegenüberstehen. Hier wird der Bezirksligaspieler Dietmar Piwecki die Mannschaft verstärken und damit helfen, im oberen Tabellendrittel mitzuspielen. 08.05.2016 A.S.